Kaum zu glauben – „Spantenbauwerk“ steht vor kostenträchtiger Erneuerung
11. Oktober 2009 An dem sogenannten „Spantenbauwerk“ – also der Verkleidung der B 49 Hochstraße im Bereich des Fußgängerüberweges zwischen Forum und Bahnhofstraße - scheiden sich in Wetzlar die Geister. Die selbsternannte „Bürgerliche Koalition“ um Wolfram Dette, Achim Beck & Co. sieht die im Jahr 2005 für nahezu 320.000 Euro geschaffene Verkleidung der Hochstraße als ganz wesentliches Element an, um Kundenströme aus dem Forum in die Bahnhofstraße zu lenken.
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Viele Bürgerinnen und Bürger schütteln aber nach wie vor den Kopf über diese Holzverkleidung. Sie vermögen weder die damaligen
Investitionskosten noch die Tatsache nachzuvollziehen, dass die Spanten nahezu dauerhaft mit großen energiefressenden Scheinwerfern angestrahlt werden. Jetzt ist eine erste kostenträchtige Sanierung der Spanten erforderlich.
Rund 25.000 Euro wird sie die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler kosten. Nach Ansicht von Manfred Wagner durchaus ein beachtlicher Betrag – gerade in Zeiten in denen viele Maßnahmen mit Hinweis auf
den klammen Stadtsäckel abgelehnt werden.
SPD: Budgetrecht des Stadtparlaments wird zunehmend missachtet:
Magistrat verfährt nach „Gutsherrenart“
13. Mai 2010 Wetzlar hat einen Haushalt mit tiefroten Zahlen. Wer meint,
der Magistrat suche in diesen schwierigen Zeiten verstärkt den Kontakt und die Abstimmung mit dem Stadtparlament, der sieht sich getäuscht. „Wenn es um Großprojekte geht, dann blendet der Magistrat das Budgetrecht des Stadtparlaments gerne
aus“, kritisierten SPD Fraktionsvorsitzender Jörg Kratkey und sein Stellvertreter Manfred Wagner. Im erst vor wenigen Wochen beschlossenen Haushalt der Stadt Wetzlar steht kein
müder Cent für die Sanierung des Kunstrasenplatzes am Klosterwald. Der Tagespresse konnten die Stadtverordneten inzwischen entnehmen, dass eine Landeszuwendung von rund 50.000 Euro für die Herrichtung der Anlage eingeworben werden
konnte. Auch wurden sie auf diesem Wege über das Finanzvolumen dieser Maßnahme – nämlich 300.000 Euro - informiert. Kratkey: „Bis zum heutigen Tage haben es weder Oberbürgermeister Dette (FDP) noch Sportdezernent Lattermann (CDU) als nötig
angesehen, dem Stadtparlament eine Vorlage zu unterbreiten, auf welchem Weg der städtische Finanzierungsanteil aufgebracht werden soll“.
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Der Magistrat jedoch taucht ab und tut offensichtlich so, als sei nichts geschehen. Er baut sehenden Auges weiter, vergibt munter Aufträge, ohne dass er sich gegenüber dem Stadtparlament zur Kostenentwicklung erklärt und die Ermächtigung für die Verausgabung weiterer Gelder eingeholt hat. „Dies ist ein klarer Verstoß gegen die Haushaltssatzung“, stellte Fraktions-Vize Manfred Wagner fest. Nach der Satzung sei der Magistrat gehalten, überplanmäßige Ausgaben für Investitionen über 2.500 Euro der Stadtverordnetenversammlung zur vorherigen Zustimmung vorzulegen. Dies habe er zu keinem Zeitpunkt getan, betont der SPD-Politiker.
Die von Bürgermeister Lattermann verantwortete Magistratsvorlage zur Gewährung der Zuwendung an die HSG Wetzlar, die kürzlich von der Mehrheit des Parlaments beschlossen wurde, habe erst gar keinen Finanzierungsvorschlag enthalten. Einen solch gravierenden Mangel – zudem noch in Zeiten der vorläufigen Haushaltsführung - hätte sich im Gegensatz zum Bürgermeister kein Verwaltungslehrling im ersten Lehrjahr ungestraft erlauben dürfen.
„Allein diese Beispiele dokumentieren den liederlichen Umgang mit den städtischen Finanzen und dem Budgetrecht des Stadtparlaments“, beklagen Jörg Kratkey und sein Vize Manred Wagner. Dieses Verhalten l gegenüber der von den Wetzlarer Bürgern gewählten Stadtverordnetenversammlung lasse sich nur noch als respektlos und selbstherrlich beschreiben.
Leider sei es mittlerweile so, dass die Stadtverordneten der CDU/FWG/FDP-Koalition diese schlechten „Manieren“ inzwischen als ebenso normal betrachteten wie die Beschneidung ihrer ureigensten Rechte. Die SPD-Fraktion werde dem Magistrat dieses Verhalten nicht durchgehen lassen, versprachen Kratkey und Wagner.
Wetzlars schönste Seiten
Die FotoFreunde stellen den „Wetzlar-Kalender 2011“ vor 04.Juli 2010 Herbst und Winter haben ihren besonderen Reiz, sind
gegenwärtig zwar noch ein Stück weit weg, doch im „Wetzlar Kalender 2011“ sind sie – besonders stimmungsvoll zudem – bereits präsent. Die FotoFreunde Wetzlar, die seit Jahren einen Monatskalender aus der Domstadt herausgeben, haben ihre
jüngsten Impressionen unter dem Motto „neue Bilder einer alten Stadt“ gerade eben vorgelegt. In vielen Wetzlarer Buchhandlungen ist der „Wetzlar-Kalender 2011“ bereits erhältlich. Die fotografische Qualität der insgesamt 13 Motive ist für
einen der ältesten Fotoclubs Deutschlands (gegründet 1931 u.a. von Leica-Fabrikant Ernst Leitz) selbstverständlich – ebenso die Herausforderung, durch immer neue Motive und Sichtweisen interessant zu bleiben. Ungewöhnlich denn
schon das Titelbild: Goethe und Lotte, Wetzlars wohl berümtestes Beinahe-Paar, im Lottehof. Die Aufnahme entstand bei den „Erlebnis STATT Führungen“ der Wetzlarer Touristen-Info, die den Besuchern Stadtgeschichte hautnahe vermitteln wollen. Natürlich gilt ein Augenmerk der Kalender-Fotografen seit jeher den besonders pittoresken Plätzen der
Wetzlarer Altstadt. Erstaunlich ist, dass den FotoFreunden immer wieder Neues einfällt, um die touristischen Highlights ins rechte Licht zu rücken. So beeindruckt eine ungewöhnliche Detailaufnahme der Dom-Architektur
(Februar-Bild) wie die in eine winterlich romantische Szenerie verpackte Hospitalkirche (Januar). Ergänzt werden diese „Pflichtmotive“ im Foto-Kalender für 2011 durch eine Reihe von Aufnahmen, die man so noch nicht in den
„Wetzlar-Kalendern“ frühere Jahre gesehen hat – etwa das ausgesprochen stimmungsvolle September-Bild, aufgenommen nahe des Bismarck-Turms, oder auch das Oktober-Blatt, das die Hermannsteiner Paulskirche in herbstlichem Mantel zeigt.
Der „Wetzlar-Kalender 2011“ ist zum Preis von Euro 16,80 in den Wetzlarer Buchhandlungen sowie bei „Foto Löffler“ erhältlich - oder auch über: 
Hrsg. SPD - Stadtverband Wetzlar ; V.i.S.d.P. Brigitte Droß, Bergstrasse 60, 35578 Wetzlar Tel 06441 2092520 ; Fax: 0180 506034747573 ; email: redaktion @ wetzlar-nachrichten.de; Veröffentlichung und Weiterverbreitung von Beiträgen und Fotos nur mit Quellenangabe und Genehmigung der Redaktion zulässig; für namentlich gekennzeichnete Beiträge übernimmt der jeweilige Autor die alleinige presserechtliche Verantwortung |