Trotzdem sie schon bezahlt haben: Anlieger im Westend müssen sich  weiterhin gedulden

09. März 2010 Auch in diesem Jahr wird es nichts mit dem Endausbau der Straßen im Neubaugebiet Westend. Im Rahmen der diesjährigen Haushaltsberatungen wollte die SPD-Fraktion unter Federführung der Stadtverordneten Hans Litzinger und Günter Pohl mit ihrem Haushaltsantrag dafür sorgen, dass zumindest die Straßen des 1.Bauabschnitts (Philipp-von-Bostel-Weg/Alte Wache) fertig gestellt werden. Die Bebauung ist in diesem Bereich nahezu abgeschlossen, die Hauseigentümer haben mit ihrem Grunderwerb bereits vor Jahren die kompletten Erschließungskosten bezahlt, so dass als Gegenleistung der Ausbau von der Stadt verlangt werden kann.

 Wohnhäuser im Westend: Die Anwohner haben ihre
Anliegerbeiträge längst  gezahlt. Den  Ausbau selbst 
hat die Stadt vorerst auf Eis gelegt. Man habe 
Wichtigeres zu tun !

Der Stadt wurde viel Geld zur Verfügung gestellt, zweckgebundenes Geld. Die Bürger haben darauf vertraut, dass die Erschließung in Kürze erfolgen werde. Auch sie möchten gerne ihr Grundstück mit der Zufahrt und der Einfriedung fertigstellen.
Das Hauptargument der Stadt ist, dass man in diesem Jahr kein Personal für die Umsetzung habe. Dieses sei überwiegend in die Hessentagsaktivitäten eingebunden. So sehr der Hessentag auch von der SPD begrüßt wird, darf dies jedoch nicht dazu führen, dass die übrigen Räder in Wetzlar still stehen, so der Stadtverordnete Pohl in seiner Antragsbegründung.
Da der Haushaltsantrag keine Mehrheit im Stadtparlament finden konnte, wurde zumindest ein Verpflichtungsermächtigung verabschiedet, die es dem Magistrat ermöglicht im Jahr 2011 die Maßnahme durchzuführen. Ob dies jedoch geschieht bleibt abzuwarten, denn auch im kommenden Jahr dürfte dann das städtische Personal überwiegend mit den Baustellen des Hessentages beschäftigt sein.

 

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