Wolfram Dette und der Hessentag: Sonnenkönig schmückt sich mit fremden Federn

15.März 2009 Die Initiative zur Ausrichtung eines Hessentages in Wetzlar ging nicht von Oberbürgermeister Wolfram Dette aus. Diese Feststellung übermittelte jetzt SPD-Fraktionschef Jörg Kratkey zu den Ankündigungen Dettes, Wetzlar bemühe sich um die Ausrichtung des Hessentages 2012. Bereits im Jahre 1999 habe die Stadtverordnetenversammlung auf Initiative des Stadtverordneten Karlheinz Pfaff (SPD) beschlossen, dass sich Wetzlar um die Ausrichtung des Hessentages bewerben soHessentagspärchenlle.

Die Parlamentarier, die damit den Auftrag an den Oberbürgermeister klar und deutlich umrissen hätten, dürften jetzt aus der Zeitung erfahren, wie Dette diesen Arbeitsauftrag abgearbeitet habe und welcher Zwischenstand erreicht worden sei. Kratkey beanstandet, dass es der Oberbürgermeister bis heute noch nicht für nötig befunden habe, die Parlamentarier auf den sonst in der Stadt Wetzlar üblichen Kommunikationswegen zu unterrichten.

„Nach wie vor stehen wir zu unserer Initiative, Wetzlar sei wieder reif für einen Hessentag“, so Jörg Kratkey. Aber die Art des Umgangs zwischen Parlament und Magistrat, insbesondere in Form der Informationspolitik gerade des Oberbürgermeisters, sei stark verbesserungsfähig. Es könne nicht angehen, dass die ehrenamtlich tätigen Parlamentarier den hauptamtlichen Magistratsmitgliedern immer wieder mühsam Information entlocken müssten oder sie ausschließlich aus der Presse erfahren würden. Der Magistrat habe nach den Bestimmungen der Gemeindeordnung dem Parlament gegenüber eine aktive Berichtspflicht zu wichtigen Angelegenheiten. Und das die Ausrichtung eines Hessentages eine wichtige Angelegenheit sei, stünde außer Frage, so Kratkey weiter, der abschließend vermerkte, dass dieser Berichtspflicht nicht durch die Abfassung von Presseerklärungen zur Selbstbeweihräucherung genüge getan werde.

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